Die Herstellung der internationalen Legalität und die Umsetzung aller entsprechenden Beschlüsse ist die zentrale Forderung von Präsident Mahmoud Abbas im Hinblick auf den Nahostfriedensprozess. Sein Besuch in Deutschland bot einer DAFG-Delegation unter Leitung von Vorstandsmitglied Priska Hinz MdB Gelegenheit zu einem mehr als einstündigen Meinungsaustausch mit dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde. Das Gespräch fand in freundschaftlicher Atmosphäre im Berliner Hotel Adlon statt. Grußworte sprach DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf.
Präsident Abbas bekräftigte seinen Willen zu einer gerechten Lösung. Die Weltgemeinschaft, allen voran US-Präsident Obama, solle jetzt Israel drängen, auch seinen Teil hinsichtlich der Umsetzung der Road-Map zu erfüllen. Von seiner, wie generell von arabischer Seite, liege nicht nur die Bereitschaft zur Erfüllung aller eingegangenen Verpflichtungen vor, sondern auch die arabische Friedensinitiative. Er danke Deutschland für die wirtschaftliche Unterstützung Palästinas. Politisch könne Deutschland in der EU wie auch aufgrund seiner engen transatlantischen Bindungen auf die Umsetzung der Road Map hinwirken.
Präsident Abbas bekräftigte, dass er seine Bemühungen, mit Hilfe Ägyptens zu einer Verständigung zwischen Fatah und Hamas zu kommen, fortsetzen wolle. 58 Prozent des Haushalts der Autonomiebehörde gingen in den Gaza-Streifen. „Wir geben die Hoffnung nicht auf“, bekräftigte er seine Bemühungen, die Verständigung über baldige Wahlen zu erreichen.
Zum Zusammenhang von Siedlungsstopp und Verhandlungen mit Israel wies er darauf hin, dass schon in der Road Map der sofortige Stopp des Siedlungsbaus vereinbart worden sei.
Die DAFG-Vizepräsidenten Prof. Dr. Dietrich Wildung und Houssam Maarouf bedankten sich im Namen der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft mit einem Erinnerungsgeschenk für die Bereitschaft von Präsident Abbas zu diesem konstruktiven Gespräch.
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